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27.07.18 - 12:10 Uhr

Quelle-Gelände - mehr geförderte und günstige Wohnungen nötig!

Neue Wohnungen sind gut, bezahlbare Wohnungen sind besser – 100 bis 150 geförderte Wohnungen sind zu wenig.

„Dass durch die Verhandlungen der Stadt auf dem Quelle-Areal 1.000 neue Wohnungen entstehen sollen, begrüßen wir – aber die Stadt muss im Blick behalten, dass Nürnberg nicht irgendwelche Wohnungen braucht, sondern bezahlbare – und geförderte!“, so Gunther Geiler, Geschäftsführer des DMB Nürnberg und Umgebung e.V.

Baureferent Daniel Ulrich wird im Bericht der Nürnberger Nachrichten vom 27.07.2018 mit den Worten zitiert, dass diese Wohnungen „kein Schnäppchen“ werden. Das zeigt, dass auch diese Wohnungen den Druck im niedrigpreisigen Segment nicht lindern können. Aber gerade dort fehlen Wohnungen.

Gemessen an sonstigen Neubauvorhaben ist zudem ein Anteil geförderter Wohnungen von 10% bis 15% deutlich zu niedrig. Vorgeschrieben sind ansonsten 30%.

 

„Die Stadt muss ihren ganzen Einfluss in die Waagschale werfen, um den Entwickler von der Notwendigkeit zu überzeugen, hier nachzulegen. Nicht teure Wohnungen sind Mangelware, sondern erschwingliche – und geförderte! Notfalls muss sie von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen und das Areal in ihrem Sinne selbst entwickeln“, so Geiler.

Umso wichtiger ist das, weil immerhin von 1.000 Wohnungen die Rede ist.

An die soziale Verantwortung eines Unternehmens, das in der Lage ist, mit dem Bau von 1.000 Wohnungen auf einen Schlag ein ganzes Stadtviertel zu prägen, sollten – und müssen - hohe Anforderungen gestellt werden, mindestens also die, an denen man andere Investoren misst, welche bei größeren Neubauvorhaben 30% geförderten Wohnungsbau umsetzen müssen.

„Ein Vorhaben solchen Ausmaßes sollte nicht nur als Chance für den Wohnungsbau begriffen werden, sondern auch als Chance für den Bau vieler bezahlbarer und geförderter Wohnungen – und diese Chance ist einmalig, deswegen muss man sie nach Kräften nutzen“, fasst Geiler die Erwartungen des DMB Nürnberg zusammen.