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An diesen Themen arbeitet der Mieterbund Nürnberg - vor Ort und überregional.

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|   Politische Themen

Nachhaltig Wohnen für nur 5,52 Euro pro Quadratmeter – geht das?

Wohnungen ließen sich mit einer Kaltmiete von 5,52 Euro pro Quadratmeter gut und nachhaltig bewirtschaften. Dies zeigt eine Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Die Autor*innen haben dazu untersucht, wie öffentliche und genossenschaftliche Wohnungsunternehmen organisiert sind und welche Kosten sie haben.

Die Untersuchung ergab, dass Mieten, die auf tatsächlichen Kosten basieren, viel niedriger sind als die marktüblichen Mieten. Das bedeutet, dass bezahlbare Mieten für Menschen mit durchschnittlichem oder geringem Einkommen angeboten werden können. Zum Beispiel zeigen die Daten, dass die Mieteinnahmen der Berliner landeseigenen Wohnungsunternehmen bei 9,14 Euro pro Quadratmeter liegen, die der Genossenschaften bei 8,67 Euro und die von Wiener Wohnen bei 7,01 Euro pro Quadratmeter. Diese Unterschiede ergeben sich aus den verschiedenen Kostenstrukturen und Bewirtschaftungsarten.

Die Studie zeigt, dass es möglich ist, Wohnungen wirtschaftlich und sozial zu bewirtschaften, wenn die Mieten auf den tatsächlich anfallenden Kosten basieren. 

Für eine nachhaltige Bewirtschaftung, die Reparaturen, Verwaltung und Modernisierungen umfasst, wäre ein monatlicher Aufwand von etwa 8,00 Euro pro Quadratmeter nötig. Abzüglich der Betriebskosten ergibt sich daraus eine Nettokostenmiete von 5,42 Euro pro Quadratmeter. Diese Berechnung zeigt, dass sowohl die wirtschaftlichen als auch die sozialen Ziele erreicht werden können. Allerdings reichen solche Mieten nicht aus, um größere Bestandserweiterungen oder energetische Modernisierungen ohne zusätzliche Förderungen zu finanzieren. Dafür müsste der Staat in Wohnungsbau und Modernisierung investieren.

Die vollständige Studie der Rosa-Luxemburg-Stiftung von den Autor*innen Andrej Holm, Sebastian Gerhardt, David Scheller und Itziar Gastaminza Vacas ist unter diesem Link verfügbar.