Erlanger Bürgerentscheid "Wohnraum Erhalten"
Jedes "JA" schützt deine Wohnung! Der DMB Nürnberg unterstützt den Bürgerentscheid am 29.Juni 2025
In Erlangen fehlt bezahlbarer Wohnraum. Die Mieten sind hoch. Das spüren alle. Seit Jahren kämpfen Politik, Wirtschaft und Verbände um bezahlbare Wohnungen. Oft heißt es: Neubau soll helfen. Doch neue Wohnungen sind teuer. Wirklich günstige Wohnungen gibt es vor allem im Bestand. Sie zu erhalten spart nicht nur Geld, sondern auch Platz.
- Wohnungen sollen Wohnungen bleiben
Die Wohnungsnot ist bekannt. Bayern hat Erlangen als Gebiet mit angespanntem Wohnungsmarkt anerkannt. Auch die Stadt selbst reagiert. Mit erst kürzlich verlängerten „Zweckentfremdungssatzung“ hat sie sich zum Grundsatz „Wohnungen bleiben Wohnungen” bekannt. Daran muss sich ihr Handeln messen lassen. Jede verlorene günstige Wohnung verschärft das Problem. Menschen mit wenig Geld trifft es besonders hart. Und: Je weniger günstige Wohnungen es gibt, desto stärker steigen die Mieten in ganz Erlangen. - Klinik braucht Personal
Das Uniklinikum ist ein Wirtschaftsfaktor. Fast 10.000 Menschen arbeiten dort. Es sichert Arbeitsplätze und damit auch den Wohlstand vieler Erlanger*innen. Es ist ein wichtiger Teil der Medizinstadt Erlangen mit ihren Unternehmen und Spitzenforschungs-Einrichtungen. Es versorgt Patient*innen der Stadt und aus ganz Nordbayern. Personalmangel im Gesundheitswesen gefährdet dies. - Personal braucht Wohnungen
Das Klinikpersonal braucht Wohnraum – bezahlbar und direkt im Klinikviertel. Das macht die Uniklinik attraktiver für das Personal. Doch ihr Masterplan sieht dort keine Wohnheime mehr vor. Ein Wohnheim wurde bereits in Büroraum umgewandelt. Weitere Wohnungen können verloren gehen. In der Chefetage des Universitätsklinikums scheint diese Tatsache nicht die notwendige Priorität zu haben – zu Lasten des Klinikpersonals und aller Erlanger*innen. Beschäftigte müssten so weiter pendeln. Das kostet Zeit, belastet den Verkehr und schadet dem Klima. Die Lebensqualität sinkt. Verlorene Wohnungen verteuern zudem den verbleibenden Wohnraum für alle. - Wohnraum vernichten verschärft die Wohnungsnot
Das Uniklinikum hat in den vergangenen Jahren lediglich Wohnungen am Stadtrand gebaut. Im Wesentlichen als Ersatz für bereits abgeschaffte Wohnungen in Innenstadtnähe. Das ist unzureichend und schafft kaum zusätzlichen Wohnraum. Erst recht keine günstigen Mietwohnungen, wie sie im Bestand existieren. Gleichzeitig werden so die wenigen freien Flächen in Stadtnähe verbraucht, auf denen zusätzliche bezahl[1]bare Wohnungen entstehen könnten. In Summe wird der Wohnungsmarkt also belastet. - Es gibt Alternativen zu den Plänen des Klinikvorstands
Der bestehende Wohnraum muss erhalten werden. Die Vertreter*innen des Bürgerbegehrens haben ohne Erfolg versucht, die Stadt und das Uniklinikum in Gesprächen von dieser Zielsetzung zu überzeugen. Das Uniklinikum muss sich ständig anpassen und modernisieren. Dafür werden ihm auf dem wenige 100 Meter entfernten bisherigen Campus der Philosophischen Fakultät große Flächen zur Verfügung gestellt. Eine Notwendigkeit, die bestehenden Wohngebäude im Klinikviertel umzunutzen, besteht also nicht.
Es ist an den Erlanger Bürgerinnen und Bürgern, zu entscheiden, wie Erlangen gestaltet wird! Wir als Unterstützer des Bürgerentscheids sagen klar: Die Stadt muss handeln. Sie muss die Wohnungen im Klinikviertel schützen. Besonders wichtig sind die über 150 Wohnungen für Pflegekräfte und Auszubildende. Die Stadt hat Mittel, um das zu tun – zum Beispiel mit der Bauleitplanung. So lässt sich viel Geld sparen, statt später teuer Wohnraum schaffen zu müssen. Jedes "Ja" schützt bestehende und bezahlbare Wohnungen.
Mehr Infos: Bürgerbegehren Wohnraum erhalten - Erlangen sozial
Wie läuft der Bürgerentscheid ab? Hier finden Sie Informationen
Am Sonntag, 29. Juni 2025, findet in Erlangen ein Bürgerentscheid statt. Dabei geht es um die künftige Entwicklung im Gebiet zwischen Bismarck-, Hindenburg-, Universitäts- und Östlicher Stadtmauerstraße. Ein breites Bündnis aus Gewerkschaften, beiden Mietervereinen, dem BUND Naturschutz und verschiedener Parteien und Stadtratsfraktionen setzt sich dafür ein, dass zentrumsnaher Wohnraum im Eigentum des Universitätsklinikums erhalten bleibt. Die Wohnungen sind in Gefahr, weil die Planungen des Klinikums vorsehen, die bisherigen Wohnheime zu Gebäuden für Labore und Technik umzuwandeln.
Bei einem Bürgerentscheid stimmt nicht der Stadtrat, sondern die Bürger:innen selbst über ein Thema ab. Das Verfahren ähnelt dem einer Wahl. Wichtig: Abstimmen können alle EU-Staatsbürger mit Erstwohnsitz in Erlangen, die ihr 18. Lebensjahr vollendet haben.
Die Abstimmung kann auf zwei Wegen erfolgen:
- Vor Ort im Abstimmungslokal:
Am 29. Juni zwischen 8:00 und 18:00 Uhr können Erlangens Bürgerinnen und Bürger in ihrem Abstimmungslokal ihre Stimme abgeben. Die Adresse des jeweiligen Abstimmungslokals stehen auf der Abstimmungsbenachrichtigung. Für die Abstimmung im Wahllokal sind die Benachrichtigung oder ein gültiges Ausweisdokument mitzubringen.
- Per Brief:
Alternativ kann per Brief abgestimmt werden.
Die Unterlagen dafür kann man beim Wahlamt der Stadt Erlangen beantragen. Die genauen Fristen für die Beantragung und Rücksendung der Briefabstimmungsunterlagen werden noch von der Stadt bekanntgegeben.
Erlanger Bürgerinnen und Bürger werden von der Stadt Erlangen die Unterlagen mit weiteren Informationen spätestens Anfang Juni erhalten.
Ursprünglich ging es um rund 300 Wohnungen im Eigentum des Klinikums. Mehr als 120 davon – im früheren Schwesternwohnheim in der Hindenburgstraße - sind bereits unwiederbringlich verloren. Nun geht es um die Sicherung der mehr als 150 Wohnungen in zwei weiteren zentrumsnahen Wohnheimen des Klinikums.
Bürgerinnen und Bürger können sich an die Stadt Erlangen wenden unter:
E-Mail: presse(at)stadt.erlangen.de oder per Post an Stadt Erlangen, Pressestelle, Kennwort „Fragen Sie uns", 91051 Erlangen
