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Meldungen aus dem Verein

|   Aktuelles aus Nürnberg

Dawonia – erneut Mieten über dem Mittelwert

2 % zu viel sind keine Peanuts – sondern 350 Euro jährlich! Mieterhöhung nicht ohne Prüfung zustimmen

 

„Wir empfehlen allen Dawonia-Mieter:innen, die derzeit eine Mieterhöhung erhalten haben, diese prüfen zu lassen, bevor sie unterschrieben wird“, so kommentiert Gunther Geiler, Geschäftsführer des deutschen Mieterbundes Nürnberg und Umgebung e.V. Mieterhöhungen, die derzeit von der Dawonia (vormals GBW) versendet wurden.

Nach Ansicht des DMB sind diese seit Jahren vielfach überhöht – aktuell um 2 bis 3 Prozent. Was von außen wie „Peanuts“ erscheint, erzürnt Geiler dennoch: „Das sind keine Einzelfälle und wir sprechen bei großen Wohnungen von mehr als 350 Euro jährlich. Auch bei kleinen noch immer von mehr als 100 Euro. Und das in einer Zeit, in der alle Welt Mittel gegen die hohen Wohnkostenbelastungen sucht.“

Seit Jahren kritisiert der DMB Nürnberg und Umgebung die Mieterhöhungspraxis der Dawonia. Nach Auffassung des DMB Nürnberg waren die Mieterhöhungen des Unternehmens vielfach überhöht. Mit mehr als zweifelhaften „Begründungen“ weicht die Dawonia vom eigentlich anzusetzenden Mittelwert ab – in der Vergangenheit bis zu 10 Prozent - und hofft wohl darauf, dass Mieterinnen und Mieter der Erhöhung ohne rechtliche Prüfung zustimmen. „Als Mieterbund prüfen wir die Erhöhungen, kürzen die unberechtigten Anteile und akzeptieren nur einen Teil oder gar nichts“, so Gunther Geiler, Jurist und Geschäftsführer des DMB Nürnberg.

Das Vorgehen wurde zunächst massenweise in Erlangen und Nürnberg beobachtet wurde, später auch in Lauf. Die Dawonia suggeriert bei Mieterhöhungen offenbar nach wie vor vielfach, dass die angemessene Miete in einigen vorliegenden Fällen um 2 bzw. 3 Prozent - über dem eigentlich anzusetzenden Mietspiegelwert läge. Zu Unrecht, wie der DMB Nürnberg sagt.

Nicht in allen Fällen wirkt sich solch eine fehlerhafte Bewertung tatsächlich aus, aber weil die Dawonia in der Regel Mieterhöhungen an mehrere Mieter gleichzeitig versendet, müssen wir davon ausgehen, dass Mieter ohne rechtliche Prüfung im schlimmsten Fall dauerhaft einer überhöhten Anhebung zustimmen. Bei einer Miete von 500 Euro wäre das monatlich 10 Euro und im Jahr 120 Euro. Wie viele Mietverhältnisse diesmal betroffen sind, ist nicht bekannt.

Zuletzt im November 2020, Februar, Juli und November 2021 wurden dem DMB Mieterhöhungen bekannt, in denen die Dawonia den angemessenen Mietzins mit 2 % oder gar 6 % über dem Mietspiegelwert bezifferte. Zwar verlangte sie nicht in jedem Fall den vollen Betrag, suggeriert dadurch jedoch, die Wohnungen würden den um 2 bzw. 6 % überhöhten Mietpreis rechtfertigen.

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