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Meldungen aus dem Verein

|   Aktuelles aus Nürnberg

Geförderter Wohnungsbau in Nürnberg: Mehr, aber nicht genug

Nürnberg verliert geförderte Wohnungen. Um dem entgegenzuwirken, hat Nürnberg seit Jahren im „Baulandbeschluss“ eine Quote festgesetzt: 30 Prozent geförderte Wohnungen mussten bei Wohnungsbauprojekten ab 30 Einheiten entstehen – seit August sind es 
40 Prozent.

 

„Wir begrüßen es, dass der Stadtrat parteiübergreifend die Notwendigkeit erkannt hat, verstärkt geförderten Wohnungsbau zu fordern und die Quote erhöht hat. Gleichzeitig bedauern wir eine vergebene Chance, die Quote noch deutlicher zu erhöhen“, so kommentiert Gunther Geiler vom DMB Nürnberg den Stadtratsbeschluss.

Im Vorfeld hatte sich der DMB für eine deutliche Erhöhung eingesetzt: 50% geförderte Wohnungen müssten mindestens geschaffen werden, um das stetige Abschmelzen zu verhindern oder gar eine Trendwende einzuläuten. Nach Ansicht des DMB Nürnberg markieren diese 50% ohnehin die untere Grenze dessen, was nötig wäre, wenn man den weiter andauernden Verlust geförderter Wohnungen bremsen oder gar umkehren will. Mit rund 17.000 geförderten Wohnungen hat Nürnberg aktuell nur noch rund ein Viertel der rund 66.000 Wohnungen in den 1980er Jahren. Allein 9.000 davon liegen in der Hand der kommunalen wbg. Private Bauherren haben sich längst aus dem Bereich des geförderten Wohnungsbaus zurückgezogen; zu unattraktiv die Förderkonditionen, zu wenig vereinbar mit den eigenen Ertragszielen die Gewinnaussichten. Um auch diese Gruppe zur Schaffung von geförderten Wohnungen zu bewegen, brauchte es kommunale verbindliche Vorgaben wie den Baulandbeschluss. Doch auch die bisherige Vorgabe des Baulandbeschlusses, knapp 1/3 neu zu schaffender Wohnungen als geförderte Wohnungen zu erreichten, konnte den Abwärtstrend nicht aufhalten.  

„Wir erwarten nun eine zeitnahe Auswertung zu der Frage, ob die 40-Prozent-Quote zu einer Erhöhung der Zahl geförderter Wohnungen geführt hat und gegebenenfalls zeitnahes Nachsteuern“, so Geiler. Die Quote von 40% wurde im Stadtrat einstimmig beschlossen; für die DMB-Forderung einer 50%-Quote hatte sich zuvor die Fraktion Die Linke eingesetzt, fand jedoch gegen die Stimmen von CSU, SPD, Grünen und anderen Fraktionen keine Mehrheit.

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